Das PDF-Format hat sich eindeutig als Standard für den Austausch von Dokumenten etabliert, an ihm kommt heute niemand mehr vorbei.
Der Vorteil der PDFs liegt an der unproblematischen Übergabe der Daten. Den kostenlosen Akrobat-Reader vorausgesetzt, können alle User beliebige Dokumente austauschen, wobei das Ausgabeformat beziehungsweise -layout fest vorgegeben ist. Daher sehen PDF-Dokumente auf allen Betriebssystemen gleich aus, und darüber hinaus ist der Datenumfang deutlich geringer als zum Beispiel der von Word-Dokumenten.
Genau darin liegt gleichzeitig aber auch die Problematik bezüglich der Barrierefreiheit, denn innerhalb der Dokumente sind normalerweise keinerlei Eigenschaften für z.B. Überschriften, Aufzählungen oder Haupttext ausgewiesen. Damit sind sie auch nicht für alternative Ausgabegeräte zu interpretieren. Die Lösung hierfür ist "Tagged PDF": Dies ermöglicht das Auslesen von pfd-Dokumenten für Screenreader, PDAs und andere Ausgabegeräte.
Mittels Markierungen im Text kann man den Inhalt des Dokuments linearisiert wiedergeben, also zum Beispiel Überschriften kennzeichnen, oder Alternativtexte für Bilder und Grafiken einfügen. Das wohl wichtigste Merkmal in Bezug auf Barrierefreieheit liegt in der Möglichkeit, ein Inhaltsverzeichnis ("Lesezeichen") zu erstellen und so das direkte Springen zu bestimmten Inhalten zu ermöglichen.
Die Erstellung barrierearmer PDF Dateien setzt (im Gegensatz zum Lesen der Dokumente) ein Programm voraus, mit dem PDF Dokumente geschrieben und bearbeitet werden können, wie zum Beispiel Adobe Acrobat oder aber auch das kostenlos erhältliche Open Office.
Diesem Text liegt der Artikel "Gestaltung barrierefreier PDF-Dokumente" von Jan Eric Hellbusch auf der Website "Einfach für Alle" zugrunde.